Kysacká vápenka
Die Kalkofen von Ondrej Gaš, auch als Kysaker Kalkofen bekannt, ist ein historisches Zeugnis des traditionellen Handwerks in der Gemeinde Kysak. Der Kalkofen befindet sich am Fuß eines Hügels südwestlich des Dorfes, am Beginn eines kleinen Gartengebiets am Waldrand. Er stellt ein erhaltenes Denkmal aus der Zeit dar, als das Kalkbrennen eine wichtige Lebensgrundlage für die Einwohner, insbesondere für wohlhabendere Bauern, war.
Der Kalkofen wurde nach dem Ersten Weltkrieg erbaut, in einer Zeit, als die Kalkproduktion in der Region ihren größten Aufschwung erlebte. Ursache dafür war die steigende Nachfrage nach Baumaterialien, da in der Ersten Tschechoslowakischen Republik der Übergang von Holzhäusern zu gemauerten Häusern begann.
Der Kalkofen ist etwa 10 Meter hoch und hat die Form eines achteckigen Prismas, das sich nach oben verjüngt. Seine Länge beträgt ungefähr 8 Meter. Der Ofen wurde mit Holz beheizt, und der Brennprozess des Kalksteins dauerte zwischen 10 und 72 Stunden. Der benötigte Kalkstein wurde in den umliegenden Hügeln abgebaut und mit einer Seilbahn zum Ofen transportiert.
Zum Kalkofen führt ein Feldweg, der beim ehemaligen landwirtschaftlichen Genossenschaftsbetrieb (JRD) beginnt. Bis heute ist der Ofen ein sichtbarer Beweis für das reiche Kalkbrenner-Erbe von Kysak.
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