Kaštieľ rodiny Sennyeyovcov
Das Dorf Biel wird erstmals 1265 urkundlich erwähnt. Es gehörte der örtlichen Adelsfamilie Sennyey, die das bedeutendste Denkmal des Dorfes hinterließ – das Schloss. Es wurde 1781 im Barockstil fertiggestellt und später in seine heutige Rokoko-klassizistische Form umgebaut. Weitere Veränderungen erfolgten im 19. Jahrhundert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude beschädigt.
Im 20. Jahrhundert diente das Schloss als Schule, Lebensmittelgeschäft, Lager und Unterkunft für Soldaten. Mit der Zeit verfiel es zunehmend. Zwischen 2007 und 2013 wurde das eingeschossige, U-förmige Gebäude mit drei Flügeln und einem zentralen Portal mit Dreiecksgiebel und Uhr im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Ungarn–Slowakei teilweise restauriert. Im erneuerten Mitteltrakt befinden sich heute ein Museum mit einer Ausstellung über die Familie Sennyey sowie eine Bibliothek. Der Saal wird für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt.
Das Schloss ist von einem 3,5 Hektar großen historischen Park umgeben, in dem über hundert Jahre alte Eschen, Platanen und andere seltene Bäume wachsen. Im nördlichen Teil des Parks befindet sich die Marienkapelle, ein neugotischer Bau aus dem Jahr 1854, der ursprünglich als Gartenpavillon diente.
In der Nähe des Schlosses liegen zwei ganzjährig genutzte Fischteiche mit Afrikanischen Welsen, Karpfen und Forellen. Tageskarten können direkt vor Ort erworben werden. Übernachtungen sind in zwei Apartments (Rybník Biel Apartman) oder in Holzhütten möglich.
Eine weitere Besonderheit des Dorfes ist die 2012 gegründete Heidelbeerfarm „Zemplínske čučoriedky“. Die Beeren werden umweltfreundlich angebaut und profitieren von der hohen Zahl an Sonnentagen in der Region. Besucher können frisch gepflückte Heidelbeeren und hochwertigen Heidelbeerkonfitüre probieren. Außerdem werden Brombeeren, Äpfel und Pflaumen angebaut.























