Markušovský skalný hríb
Während einer Zugfahrt zwischen Spišská Nová Ves und Košice kann sich kurz ein Blick auf einen bewaldeten Hang über dem Fluss Hornád bieten, der angeblich die schönste pilzförmige Felsformation der Slowakei verbirgt. Es handelt sich um die bekannteste Pilzfelsformation und vermutlich auch die größte ihrer Art in Europa.
Das geschützte Naturdenkmal liegt 5 km vom Dorf Markušovce im Bezirk Spišská Nová Ves entfernt. Der „Fels-Pilz“ ist leicht über Wanderwege von den Gemeinden Markušovce und Matejovce nad Hornádom erreichbar, verbunden durch einen gelben Wanderweg.
Die Nationalnaturdenkmäler Markušovské Wände umfassen den Fels-Pilz über dem Hornád-Flussbett. Er besteht aus einem etwa 8 Meter hohen „Stiel“ und einem etwa 3 Meter breiten „Hut“. Auf den ersten Blick beeindruckt er durch seine symmetrische Form. Das Material des Stiels – in diesem Fall Konglomerat – ist weniger widerstandsfähig gegen Verwitterung als der Sandstein des Hutes, auf dem sogar Gras wächst.
Seine Entstehung lässt sich durch Wasser, Wind und Frost erklären. Es handelt sich um ein Beispiel für selektive Verwitterung unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine aus dem Paläogen. Durch langanhaltende Einwirkung dieser Kräfte zerfallen die Gesteine allmählich. Das weniger widerstandsfähige Konglomerat verwittert schneller als der darüberliegende Sandstein, wodurch der schmale „Stiel“ entstanden ist.
Nach der Besichtigung dieses Naturwunders führt der Weg am Waldrand entlang weiter, stets in der Nähe des Hornád. Sie erreichen die Gemeinde Markušovce, die für ihre Kulturdenkmäler bekannt ist. Besonders empfehlenswert sind das Schloss mit einer Möbelausstellung sowie das Sommerschlösschen Dardanely mit einer Sammlung von Musikinstrumenten.


















