Neologická synagóga v Košiciach
Um den Bedürfnissen der wachsenden jüdischen Gemeinde in der Stadt gerecht zu werden, wurde 1927 in unmittelbarer Nähe der ältesten Synagoge in Košice in der Moyzesova-Straße eine neue neologische Synagoge errichtet. Dieses monumentale Gebäude mit einer beeindruckenden 37 Meter hohen elliptischen Kuppel (Durchmesser 24 und 21 Meter) wurde vom Budapester Architekten Lajos Kozma entworfen und von der Firma der Brüder Bárkány erbaut. Die Synagoge war für reformierte Juden bestimmt und bot 1.100 Sitzplätze. Auf der Spitze der Kuppel befand sich ein Davidstern, der heute auf dem Holocaust-Denkmal am jüdischen Friedhof in Košice zu sehen ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude als Getreidelager genutzt. Im Jahr 1962 wurde es umfassend umgebaut, wodurch das gesamte Innere verändert wurde. Nur eine ursprüngliche hebräische Inschrift unter der Kuppel blieb erhalten, während keine der Glasfenster mit den zwölf Stämmen Israels erhalten blieb. Seit den 1960er Jahren ist das Gebäude als Haus der Kunst bekannt und dient als Sitz der Staatlichen Philharmonie Košice. Es ist für seine außergewöhnliche Akustik berühmt.
Gleichzeitig wurde in der Tajovského-Straße eine jüdische Volksschule errichtet, die im ersten Stock baulich sogar mit der Synagoge verbunden war. Die Schule zeichnete sich durch bemerkenswerte Architektur aus, darunter eine dekorative Fassade und religiöse Symbole im Innenraum. Sie wurde bis zum Zweiten Weltkrieg genutzt und später behutsam restauriert. Heute beherbergt sie mehrere Bildungsinstitutionen.



















