Burg Sokoľ
Die Überreste der mittelalterlichen Burg Sokoľ befinden sich auf dem Hrádok-Hügel im Čierna hora-Gebirge westlich der Ortschaft Sokoľ. Die kleine Steinburg entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und diente vermutlich als Zufluchtsort für die Bevölkerung der Umgebung. Sie wurde nach dem Mongoleneinfall von 1241 errichtet, als zahlreiche Burgen in schwer zugänglichen Gebieten entstanden. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1299. Später wurde sie Teil des Verteidigungssystems des Čierna hora-Gebirges. König Sigismund erklärte sie 1405 zur Königsburg und schenkte sie einige Jahrzehnte später der Stadt Košice. Vermutlich wurde sie Mitte des 15. Jahrhunderts zerstört.
Über Jahrhunderte waren die Burgruinen nahezu vollständig unter der Erde verborgen. Archäologische Ausgrabungen legten die Fundamente des mächtigen Wehrturms frei, die konserviert und teilweise rekonstruiert wurden. Heute bildet ein neuer Aussichtsturm den Mittelpunkt der Anlage und bietet weite Ausblicke auf die Wälder des Čierna hora-Gebirges und die Landschaft der Hornád-Region.
Die restaurierte Anlage umfasst freigelegte Baureste, ein Lapidarium mit historischen Steinfragmenten, Informationstafeln sowie vergrößerte Nachbildungen historischer Münzen zur Geschichte der sogenannten Hornád-Dreiburgen.
Besucher können außerdem Teile des mittelalterlichen Burggrabens, Mauerreste und einen mittelalterlichen Brunnen besichtigen. Unterhalb der Burg befindet sich die rund 27 Meter lange Burghöhle, die vermutlich größtenteils künstlich angelegt wurde.
Ein markierter Lehrpfad führt direkt vom Ortszentrum von Sokoľ zur Burg. Das Gelände ist mit Sitzbänken und einem Doppelkreuz ausgestattet und eignet sich hervorragend zur Erholung. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die ruhigen Landschaften des Čierna hora-Gebirges mit dem Sedlo pod Vysokým vrchom und der Bergwiese Prielohy zu entdecken.



























