Kostol Nanebovzatia Panny Márie v Gelnici

Die Kirche Mariä Himmelfahrt gehört zu den bedeutendsten und ältesten Bauwerken der Stadt Gelnica. Diese gotische Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es wird angenommen, dass an dieser Stelle zuvor eine noch ältere gotische Kirche stand, deren Sanktuarium entweder der heutigen Sakristei entspricht oder als eigenständige Kapelle existierte. Die massiven Rippen der Sakristei weisen darauf hin, dass sie älter ist als die heutige Kirche.

Eine Besonderheit der Kirche ist ihr außergewöhnlich langes und breites Sanktuarium, das zu den größten in der Region Zips (Spiš) gehört. Es wird vermutet, dass die Einwohner von Gelnica ursprünglich eine besonders große Kirche errichten wollten, um die anderen spišischen Kirchen zu übertreffen, jedoch wurde dieser Plan nicht vollständig umgesetzt. Der gotische Stil ist in den ursprünglichen Kreuzrippengewölben der Seitenschiffe und im Sanktuarium sowie im Sakramentshaus erhalten, das auf einer spiralförmig gedrehten Säule mit figuraler Dekoration ruht – ein typisches Element der Spišer Gotik des 15. Jahrhunderts. Auf der Südseite des Sanktuariums befindet sich eine steinerne Sedilia.

Das Kirchenschiff wurde später, vermutlich im 15. Jahrhundert, errichtet. Über dem Mittelschiff erhebt sich ein barockes Gewölbe aus dem 18. Jahrhundert mit gotischen Elementen. Der Kirchturm erhielt seine heutige Form in den Jahren 1867–1869.

Von der ursprünglichen gotischen Ausstattung ist nur ein bronzenes Taufbecken aus dem späten 14. Jahrhundert erhalten, verziert mit Weinranken und Medaillons, geschaffen vom Meister Konrád aus Spišská Nová Ves. Eine spätgotische Steinstatue der Heiligen Barbara befindet sich im Sakramentshaus, das mit einem gotischen Gitter mit sternförmigen Mustern aus dem späten 15. Jahrhundert versehen ist. Die meisten übrigen Ausstattungsstücke stammen aus dem 18. Jahrhundert, darunter vier Renaissance-Reliefs der Evangelisten in den Sedilien des Sanktuariums, ein doppelseitig bemaltes Prozessionsbild aus dem späten 18. Jahrhundert, ein liturgischer Schrank in der Sakristei aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sowie eine Monstranz und ein Ziborium aus dem Jahr 1764 von Ján Szilaši.

Informationen entnommen von: www.gelnica.sk

Kostol Nanebovzatia Panny Márie, Cintorínska 1/12, Gelnica
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