Rotunda v Michalovciach
Die Überreste einer steinernen Rotunde mit kreisförmigem Kirchenschiff und hufeisenförmiger Apsis befinden sich im Areal des Zemplín-Museums am Kostolné námestie in Michalovce. Das Bauwerk wurde in den 1970er Jahren entdeckt und archäologisch untersucht. Es zählt zu den bedeutendsten frühchristlichen Denkmälern der Region Zemplín und belegt die Ausbreitung und Festigung des Christentums in diesem Gebiet.
Die genaue Datierung der Rotunde ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Die Experten ordnen ihre Entstehung in die Zeit zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert ein, wobei die neuere Forschung eher das 12. Jahrhundert bevorzugt. Auch ihre ursprüngliche Funktion ist nicht vollständig geklärt, vermutlich diente sie jedoch als Kirche für die Bewohner der umliegenden Siedlungen.
Archäologische Untersuchungen zeigten, dass die Rotunde einst von einem Friedhof umgeben war, was ihre religiöse Bedeutung zusätzlich unterstreicht. Der im Inneren entdeckte und später zugeschüttete Brunnen steht nicht mit dem ursprünglichen Bauwerk in Verbindung und stammt wahrscheinlich aus einer späteren Zeit.
Zu den interessantesten Funden gehört eine Steinplatte, die im Innenraum der Rotunde entdeckt wurde. Die darauf eingravierte Inschrift konnte bis heute nicht vollständig entschlüsselt werden und bleibt Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.
Heute sind die Überreste der Rotunde ein bedeutendes historisches und archäologisches Denkmal. Gelegentlich finden hier Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen statt, die den Besuchern die besondere Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Ortes näherbringen.

















