Smolník - Pamätník poslednej vyťaženej rudy

Willkommen in Smolník, einst einer außergewöhnlichen königlichen Stadt. Ihren prestigeträchtigen Status erlangte sie dank ihres unterirdischen Reichtums, und ihre Bergbauära dauerte über sieben Jahrhunderte. Der ehemalige Ruhm der Stadt erlosch mit der Erschöpfung der unterirdischen Ressourcen, und die königliche Stadt mit zahlreichen Privilegien sowie dem persönlichen Interesse von Königen und Kaisern beendete damit ein großes Kapitel ihrer Geschichte. Dieses Erbe symbolisiert bis heute die letzte geförderte Tonne Erz.

Das fast vergessene Bergbaudorf Smolník liegt im Süden der Region Spiš, im zentralen Teil des Spiš-Gemer Erzgebirges in einem Tal.

Kaum zu glauben, dass hier im Jahr 1780 über 10.000 Einwohner lebten – zum Vergleich: Bratislava hatte damals etwa 29.000 Einwohner. Der hiesige Bergbaubetrieb gehörte zu den ertragreichsten im Königreich Ungarn. Daher stand Smolník stets im Mittelpunkt des Interesses von Herrschern und auch von aufständischen Gruppen.

In der Umgebung wurden Silber- und Kupfererze abgebaut. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde hier vor allem kupferhaltiges Erz mit hohem Silbergehalt verarbeitet. 1528 wurden etwa 200 Kilogramm Silber und 70 Tonnen Kupfer produziert. Im 14. Jahrhundert wurde Smolník Sitz der Bergkammer.

Die Grundlage der reichen Bergbauentwicklung war eine Lagerstätte von Pyrit-Kupfer-Erzen mit Silber- und Goldanteilen. Später verlagerte sich der Abbau auf Pyrit. Die Lagerstätte von Smolník ist die einzige in der Slowakei, in der Bergwasser fast 735 Jahre lang zur Herstellung von Zementkupfer genutzt wurde.

Ende des 18. Jahrhunderts war Smolník die größte Stadt der Region Spiš und konkurrierte sogar mit Banská Štiavnica. Seit 1698 befand sich hier das Oberbergamt, ab 1700 auch das Oberberggericht. Der Bergbau endete im Jahr 1989.

Ein Teil des letzten geförderten Erzes befindet sich in einem Bergbauwagen als Ausstellungstück – ein symbolisches Erinnerungszeichen ohne Gedenktafel, ergänzt durch einen Presslufthammer im Stein.

In Smolník gibt es noch viel zu entdecken. Besonders interessant ist der Stollen Maria Theresia – ein unterirdischer Gang, der noch heute begehbar ist. Der Terezianische Schacht ist 1.986 Meter lang.

Im Gemeindegebiet befindet sich auch der Stausee Úhorná, der eher einem romantischen Bergsee ähnelt. Das bedeutendste Gebäude am Hauptplatz ist das ehemalige Bergbauinspektorat, später eine Tabakfabrik. Eine Nationalkulturdenkmalskirche ist die evangelische Kirche aus dem Jahr 1787. Die Kapelle der Heiligen Maria Schnee mit einer Heilquelle liegt unter dem Berg Hekerová.

Smolník
Karte