Evanjelický kostol v Gelnici

Die evangelische Kirche in Gelnica gehört zu den bedeutendsten klassizistischen Sakralbauten in der Region Zips (Spiš). Sie wurde 1784 erbaut, in einer Zeit, in der evangelischen Gemeinden nach dem Toleranzpatent von Joseph II. der Bau eigener Kirchen erlaubt wurde. Der Bau kostete etwa 30.000 Gulden und wurde durch Beiträge von rund 200 Gläubigen, mehreren Bergmannszünften und der Bergbaugesellschaft Roberti finanziert, die damals eine wichtige wirtschaftliche Rolle in der Stadt spielte.

Die Bergbaugesellschaft Roberti beteiligte sich auch wesentlich an der Innenausstattung der Kirche und finanzierte unter anderem die Kanzel und den Altar. Die Bergleute der örtlichen Grube stifteten den sogenannten Bergmannschor, der bis heute die enge Verbindung zwischen kirchlichem Leben und Bergbautradition in Gelnica symbolisiert. Eine weitere Bergbaugesellschaft, dem Evangelisten Johannes geweiht, spendete ein Porträt von Kaiser Joseph II., dessen Name als Dank für die religiöse Toleranz auf Tafeln über dem Haupteingang verewigt ist.

Im Inneren befindet sich ein wertvolles Kunstwerk: das Altarbild „Christus und die Samariterin“ von Karol Jakobey aus dem Jahr 1887. Im Bergmannschor befindet sich zudem eine Darstellung von Bergleuten bei der Arbeit unter Tage.

Die Kirche ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein bedeutendes Kultur- und Geschichtsdenkmal der Stadt Gelnica.

Evanjelický kostol, Lutherovo námestie 27, Gelnica
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